Blässhuhn

Blässhuhn
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Blässhuhn Jungtier
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Blässhuhn
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Blässhuhn
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Das Blässhuhn

Das Blässhuhn, auch Blesshuhn oder Blessralle sowie Lietze (Fulica atra) genannt, ist eine Art aus der Familie der Rallenvögel.

Erscheinungsbild:
Das Blässhuhn verfügt über ein schwarzes Gefieder, einen weißen, relativ spitzen Schnabel und einen weißen Fleck (Hornschild) auf der Stirn. Dieser Blesse verdankt der Vogel seinen Namen. Er erreicht eine Länge von ca. 38 cm.

Männliche Tiere, erkennbar am größeren Hornschild, erreichen ein Gewicht von bis zu 600 Gramm. Die Weibchen werden bis zu 800 Gramm schwer. Blässhühner sind gute Schwimmer und Taucher. An ihren kräftigen grünen Beinen befinden sich Schwimmlappen zwischen den Zehen (keine durchgehenden Schmwimmhäute).

Das Tauchen wird jeweils durch einen charakteristischen Kopfsprung im Wasser selbst eingeleitet. Der Übergang zwischen Land- und Wasserbewegung erfolgt stetig und fließend. An Land ähnelt die Bewegung des Vogels bis hin zum suchenden Picken teils dem Haushuhn, beim langsamen Schwimmen erfolgt während der Schwimmbewegung ein Nicken, dies entfällt bei schnellerer Bewegungen.

Verbreitungsgebiet und Lebensweise:
Das Blässhuhn ist weit verbreitet. Von Mitteleuropa, Osteuropa und Nordafrika bis nach Sibirien und Australien erstreckt sich das Verbreitungsgebiet. Das Blässhuhn gilt nicht als gefährdete Art.

Es werden flache Teiche, Seen, Feuchtgebiete und langsam fließende Gewässer mit vielen Wasserpflanzen und einem Schilfgürtel (Marsch, Sumpf, Auwald, Verlandung) bevorzugt. Blässhühner ernähren sich von Pflanzenteilen (Wasserpflanzen und Algen tauchend, Grässer an Land, etc.) und Kleintieren (Insekten, Muscheln, etc.), die Nahrungssuche erfolgt sowohl im / unter Wasser, im Ufer- und Marschbereich als auch, seltener, an Land.

Der Nestbau erfolgt im Schilf oder auch als im Wasser gelegene Strohinsel, gern auch auf toten Geäst gelegen. Es werden 3 bis 12 Eier gelegt, die über 21 bis 23 Tage bebrütet werden. Die Kücken und Jungtiere verbleiben als Nestflüchter 55 bis 60 Tage im oder am Nest. Die Kücken sind zunächst grauschwarz mit rötlichem Kopf, die Jungtiere später beinahe schwarz mit weißer Brust.

Das Kopfschild ist noch schwarz bzw. verborgen. Das Brutpaar verteidigt das nähere Revier / Umfeld der Kücken bzw. des Nestes während der Brut- und Aufziehphase, allzu aufdringliche Enten etwa werden durch anschwimmen oder flügelschlagend auf dem Wasser laufend) verjagt, im nächsten Moment allerdings wieder toleriert.

Eine Scheu vor Menschen ist analog Enten, Schwänen und Möwen, mit denen es oft den Lebensraum teilt, nicht wirklich vorhanden. Das Überwintern erfolgt in Gruppen, auch zusammen mit sonstigen Wasservögeln, auf eisfreien Wasserflächen, teils allerdings auch wandernd.