Butterfisch

Der Butterfisch

Butterfische (Pholidae) sind eine etwa 13 Arten umfassende Familie der Barschartigen. Sie leben in den Küstengewässern des Nordpazifik (Pacific Butterfish, Perillus simillimus) und -atlantik. Sie haben einen aalartig schlanken Körper mit langer Rücken- und Afterflosse.

In Europa findet man den Butterfisch (Pholis gunnellus) an den Küsten von Nord- und Ostsee, und bei Norwegen bis südlich zur Biskaya.

Butterfische haben weißes, festes, grätenarmes Fleisch und sind vor allem in Amerika ein beliebter Speisefisch. Der europäische Butterfisch ist wegen seiner geringen Größe von 15?30 cm ohne wirtschaftliche Bedeutung.

Als ?Butterfisch? oder ?Buttermakrele? werden seit einigen Jahren auch andere, wesentlich größere und fettreiche Fischarten vermarktet, häufig als Räucherfisch, aber auch gefroren oder getaut. Dabei handelt es sich um die Arten Lepidocybium flavobrunneum (englisch escolar) und Ruvettus pretiosus (oil fish oder escolar), beide zur Familie der Schlangenmakrelen (Gempylidae) gehörig. Sie stammen als Beifang aus der Tiefseefischerei vor der südafrikanischen und südostasiatischen Küste.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät zur Vorsicht beim Verzehr dieser Fische, da in Australien Folgewirkungen wie Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen und Krämpfe beobachtet wurden, die vermutlich durch die schwer oder gar nicht verdaulichen Wachsester, die 90 % des Öls beziehungsweise Fetts dieser beiden Fischarten ausmachen, verursacht werden. Nach dem Verzehr kann es zu orangefarbenem, öligen Stuhlgang kommen (Meldung des BfR). Sie sind auch wiederholt durch erhebliche Quecksilbergehalte aufgefallen.