Fischl./Darß/Zingst

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Am Weststrand (Darß)
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Ostseestrand/Darß
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Stürmische See
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Am Strand
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Allee
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Winter auf dem Darss
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Sonnuntergang in Zingst
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Seebrücke Zingst
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Halbinsel Fischland-Darß-Zingst

Fischland-Darß-Zingst ist eine 45 Kilometer lange Halbinsel an der Ostseeküste zwischen Rostock und Stralsund.

Sie trennt die Darß-Zingster Boddenkette von der offenen Ostsee. Den südwestlichen Abschnitt der Halbinsel bildet das Fischland, es folgt der Darß, an den sich nach Osten die Halbinsel Zingst anschließt.

Seit kürzerer Zeit ist der Große Werder durch Verlandung Teil der Halbinselkette.

Die nördlichste Stelle der Halbinsel bildet der Darßer Ort mit seinem Leuchtturm.

Geschichte

In historischer Zeit waren sowohl der Kern Fischlands als auch der Darß und der Zingst Inseln.

Erst die Schließung von Flutrinnen durch den Menschen zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert verband sie dauerhaft mit dem Festland.

Der östliche Teil der Halbinsel Zingst und der Mittelteil des Darß sind Teile des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.

Fischland

Das Fischland ist ein Isthmus (eine Landbrücke) an der südlichen Ostseeküste der Mecklenburger Bucht und Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.

Als ehemalige Insel wird es durch die bis ins 14. Jahrhundert schiffbaren Mündungsarme der Recknitz begrenzt: Im Süden der Permin, im Norden Loop. In neuerer Zeit werden als Südgrenze meist die Recknitzer Stadtwiesen und die Rostocker Heide genommen.

Im Westen und Osten sind die Grenzen heute wesentlich einfacher zu finden: zum einen das aktive Kliff an der Ostsee, zum anderen die nur wenige Zentimeter über dem Meeresspiegel liegende Küstenlinie am Saaler Bodden. Das Fischland ist etwa 5 km lang, zwischen 500 m und 2 km breit und verläuft von Südwest nach Nordost.

Der pleistozäne Inselkern, der starken Veränderungen durch Wasser und Wind unterworfen ist, besteht aus Geschiebesanden und Geschiebemergel. Es bildete sich eine Ausgleichsküste. Erst Ende des 14. Jahrhunderts wurden die bis dahin noch bestehenden zwei Verbindungen zwischen Ostsee und Bodden durch die Hanse zugeschüttet, um dem Konkurrenten Ribnitz den Zugang zum Meer zu erschweren. Dadurch wurden Fischland und Darß zur Halbinsel.

Noch heute tragen Stürme durchschnittlich einen halben Meter pro Jahr an der Küste vom Fischland ab, um es weiter nördlich am Darßer Ort wieder anzulagern. Ohne aufwändige Küstenschutzmaßnahmen wären die schmalen Landbrücken vermutlich längst wieder zerstört.

In der Nähe des Steilufers Althagen/Niehagen liegt der Bakelberg. Er ist mit 17,9 Meter über NN die höchste Erhebung auf dem Fischland.

Auf dem Fischland liegen insgesamt nur vier Orte, die heute größtenteils ineinander übergehen: die Ahrenshooper Ortsteile Althagen und Niehagen sowie die Gemeinde Wustrow mit dem Ortsteil Barnstorf.

Das als Urlaubs- und Wohnort von Künstlern bekannte Dorf Ahrenshoop liegt jedoch nicht auf dem Fischland, sondern auf dem Vordarß. Zwischen Althagen und Ahrenshoop verlief die ehemalige Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern, der heutige Grenzweg, die sich bis heute als Grenze zwischen der Mecklenburgischen und der Pommerschen Landeskirche erhalten hat.

Darß

Der Darß ist der mittlere Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die an der südlichen Ostseeküste bei Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland, liegt.

Geografie

Der Darß schließt sich nordöstlich an das Fischland an und geht seinerseits im Osten in die Halbinsel Zingst über, die Grenze bildet hier der Prerower Strom. Im Norden wird er von der Ostsee und im Süden vom Saaler Bodden und vom Bodstedter Bodden begrenzt, die zur Darß-Zingster Boddenkette gehören.

Der Darß hat eine Nord-Süd-Ausdehnung und eine West-Ost-Ausdehnung von jeweils zehn bis zwölf Kilometern und umfasst die Dörfer Born a. Darß, Prerow und Wieck.

Der Ortsteil Ahrenshoop der Gemeinde Ahrenshoop gehört zum Vordarß, während die südlicheren Ortsteile Ahrenshoops, Althagen und Niehagen, zum Fischland gehören.

Der größte Teil des Darßes ist von Wald bedeckt, dem 5800 ha großen Darßwald. An der Nordspitze des Darßes, am Darßer Ort, steht der gleichnamige Leuchtturm. Über die geologische Entwicklung sowie die Flora und Fauna des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft informiert die Nationalparkausstellung in Wieck a. Darß und das dem Leuchtturm Darßer Ort angegliederte Natureum als Außenstelle des Meeresmuseums Stralsund.

Dem Darßer Ort ist eine ausgedehnte Kette von Sandbänken in nordöstlicher Richtung vorgelagert. Der gesamte Bereich um den Darßer Ort sowie der Nordwestteil des Darßwaldes gehören zur Schutzzone I des Nationalparks und dürfen nur auf ausgeschilderten Wegen begangen werden. Auch der Rest des Waldgebietes ist Teil des Nationalparks.

Zingst

Die deutsche Halbinsel Zingst liegt am östlichen Ende der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der Ostsee. Sie gehört zum Landkreis Nordvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern.

Die amtsfreie Gemeinde Zingst umfasst die gesamte Halbinsel sowie die ihr südlich vorgelagerten Inseln Kirr und Barther Oie. Die Gemeinde ist seit 2002 ein staatlich anerkanntes Seeheilbad.

Geografie

Die Halbinsel Zingst oder der Zingst ist der östliche Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die zwischen den Städten Rostock und Stralsund an der südlichen Ostseeküste liegt.

Der Zingst schließt sich in einer Länge von knapp 20 km und einer Breite von 2 bis 4 km von Westen nach Osten östlich an die Halbinsel Darß an und wird nördlich von der Ostsee und südlich vom Barther Bodden und Grabow begrenzt, die zur Darß-Zingster Boddenkette gehören. Durch Versandung ist die ehemals östlich vorgelagerte Insel Großer Werder eine Halbinsel am Zingst geworden.

Die Verbindung zum Darß im Westen ist eine nur etwa 100 m breite Landbrücke direkt an der Ostsee. An dieser Stelle wurde im Jahre 1874 nach dem großen Ostseesturmhochwasser 1872 der Prerower Strom künstlich geschlossen, der vorher Bodden und Ostsee verbunden hatte. Erst seit dieser Zeit ist Zingst keine Insel mehr.

Im sumpfigen Umland des Prerower Stroms befinden sich auf Zingster Seite Reste eines slawischen Burgwalls, die Hertesburg.

Der Siedlungskern des Ortes Zingst liegt zwischen dem Freesenbruch im Westen, der Ostsee im Norden, der Alten Kamminke, einem ehemaligen Meeresarm mit einem ihn umgebendem Sumpfgebiet, im Osten und dem Zingster Strom im Süden.

Die Ortslage liegt kaum oberhalb des Meeresspiegels, so dass der Ort zum Schutz vor Sturmhochwassern von Deichen eingeschlossen ist. Östlich des Hauptortes am Zingster Strom liegt der Ortsteil Müggenburg.

Östlich der Ortschaft Zingst liegt ein größeres, sehr wildreiches Waldgebiet, der Osterwald. Daran schließen sich die Sundischen Wiesen an. Östlichster Punkt der Halbinsel ist der Pramort.

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