Gänsesäger

Gänsesäger mit Jungtieren
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Gänsesäger
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Gänsesäger
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Gänsesäger
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Der Gänsesäger

Der Gänsesäger (Mergus merganser) ist der größte Vertreter der Vogelgattung Säger aus der Familie der Entenvögel (Anatidae).

Merkmale:
Gänsesäger sind größer als Stockenten und auch deutlich größer und kräftiger gebaut als die ähnlichen Mittelsäger. Wie bei allen Sägern ist der schmale, an der Spitze hakenförmig umgebogene Schnabel charakteristisch für die Vögel.

Im Brutkleid ist das Männchen durch einen schwarzen teilweise grünlich glänzenden Kopf (ohne den charakteristisch abstehenden Schopf des Gänsesägerweibchens und des Mittelsägers) und Rücken gekennzeichnet, der zum weißen Gefieder des Rumpfes kontrastiert, das auf der Unterseite einen leichten Lachston aufweisen kann.

Das Weibchen zeigt sowohl im Ruhe- als auch im Brutkleid ein einheitliches Gefieder und ist dem des Mittelsägers sehr ähnlich: einen grauen Rumpf und ein rotbraun gefärbtes Kopfgefieder. Im Unterschied zum Mittelsäger bildet die braune Färbung des Kopfes beim Gänsesägerweibchen ein scharfe Grenzlinie zum hellen Gefieder des Halses.

Kinn und Kehle sind weiß. Im Ruhekleid sind beide Geschlechter einander sehr ähnlich. Zu unterscheiden sind sie dann noch am ehesten im Flug, an dem weißen, durchgehenden Feld auf der Flügeloberseite des Männchen.

Ernährung:
Die Nahrung der Gänsesäger besteht vor allem aus Fischen, Länge bis zu 10 cm. Die Beute wird optisch lokalisiert: In seichtem Wasser schwimmen sie an der Oberfläche mit dem Kopf unter Wasser, in tiefem Wasser tauchen sie bis zu einer Tiefe von 10 Meter.

Mit ihrem Hakenschnabel und den Sägezähnen können sie die Fische gut festhalten. Ein Gänsesäger frisst täglich etwa 300g Fisch.

Fortpflanzung:
Gänsesäger sind Höhlenbrüter, unter den Entenvögeln sind das auch noch die Schellente und der Zwergsäger. In Frage kommen v.a. Baumhöhlen, aber auch Felsspalten, Uferunterspülungen, Dachböden etc., künstliche Nisthöhlen werden gerne angenommen (Fluglochdurchmesser 12 cm).

Die Höhle wird mit Daunen ausgepolstert. Das Weibchen legt ab April ca. 7 bis 14 cremefarbene Eier. Nur das Weibchen brütet 32 bis 35 Tage. Die Erpel verlassen zu dieser Zeit bereits meist das Brutgebiet und beginnen mit der Mauser. Gänsesägerküken verlassen das Nest einen Tag nach dem Schlüpfen. Dies gestaltet sich manchmal nicht ganz unproblematisch, wenn sich die Bruthöhle in größerer Höhe befindet, die Jungen benutzen beim Sprung aus der Höhle ihre Flügelstummel als Fallschirm.

Das Weibchen führt die Jungen dann zum Gewässer und betreut sie in den nächsten Wochen. Eine Gänsesägerfamilie legt in dieser Zeit oft Strecken von mehreren Kilometern zurück. Anfangs werden die Küken dabei gelegentlich auf dem Rücken des Weibchens transportiert.

Die Jungen können sofort recht gut schwimmen, bald auch tauchen und suchen von Anfang an ihre Nahrung selbst, zunächst aber eher Wasserinsekten, Würmer und kaum Fischchen. Meist werden die Jungen bereits verlassen bevor sie fliegen können. Gänsesäger werden geschlechtsreif im zweiten Lebensjahr