Geruchl. Strandkamille

Geruchlose Kamille
©K.Peters,Wikipedia,gnu
Geruchslose Strandkamille
©G.Slickers,Wikip.,cc-by-sa

Die Geruchlose Strandkamille

Die Geruchlose Kamille (Tripleurospermum maritimum subsp. inodorum, Syn.: Tripleurospermum perforatum, Matricaria inodora) ist aufgrund ihrer sehr ähnlichen Blüten leicht mit der Echten Kamille zu verwechseln.

Sie enthält aber nur wenige ätherische Öle und hat daher keinen Kamilleduft. Eine Heilwirkung, wie für die Echte Kamille typisch, hat sie nicht.

Beschreibung

Die Geruchlose Kamille ist ein einjähriger, überwinternd grüner Therophyt. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 80 Zentimetern und besitzt aufsteigende bis aufrechte, erst oberwärts ästig verzweigte, nur im jungen Zustand spärlich behaarte Stängel.

Die Pflanze hat zwei- bis dreifach gefiederte, nicht fleischige, etwa 2 bis 8 Zentimeter lange Blätter. Die Fiedern erreichen Längen zwischen 4 und 20 Millimeter Länge.

Die Hochblatthülle, das Involucrum, bildet eine Halbkugel. Die ovalen Hochblätter sind in der Mitte dunkelgrün bis dunkelbraun. Die Ränder und Spitzen sind blass bis hellbraun und mehr oder weniger trockenhäutig.

Die insgesamt 1 bis über 200 Blütenkörbchen (Pseudanthien) werden etwa 3 bis 4,5 Zentimeter im Durchmesser. Sie stehen einzeln endständig in doldenförmiger Anordnung am Spross. Die Hüllblätter tragen einen schmalen braunen Hautrand.

Die Blütenkörbchen besitzen innere gelbe Röhrenblüten und 10 bis 25 äußere weiße Zungenblüten. Letztere wachsen waagerecht abstehend bis aufgerichtet, nicht herabschlagend.

Die Frucht ist ein Achäne mit einem Pappus der als häutiger Saum ausgebildet ist. An der Scheitelspitze der dreifach gerippten, blassbraunen Frucht befinden sich mehr oder weniger kreisrunde Öldrüsen.

Vorkommen

Die Geruchlose Kamille kommt in ganz Europa und Asien vor. Nach Neuseeland und Nordamerika wurde die Art eingeschleppt. In Deutschland wächst sie häufig auf nährstoffreichen Äckern, in Ruderalfluren und auf Ödland.