Greifswald

Bockwindmühle in Greifswald-Eldena
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Marktplatz
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Greifswald, Blick vom Domturm
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Klappbrücke von Greifswald-Wieck
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Klosterruine Eldena
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Hansestadt Greifswald

Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald (IPA: [ˈɡraifsvalt], plattdeutsch: Griepswoold; nach ihrem Wappentier, dem pommerschen Greifen, auch Gryps genannt) ist eine kreisfreie Stadt in Vorpommern im Nordosten Deutschlands. Zusammen mit Stralsund bildet die Stadt eines der vier Oberzentren des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Die Stadt hat etwa 54.000 Einwohner, davon sind etwa 11.500 Einwohner Studenten und weitere 5.000 Mitarbeiter der Universität Greifswald.

Geografie

Greifswald liegt zwischen den Inseln Rügen und Usedom nahe der Mündung des Flusses Ryck in die Dänische Wiek, eine Bucht des Greifswalder Boddens.

Die Stadt liegt etwa 200 km nördlich von Berlin.

Das Gebiet um Greifswald ist flach, das Gelände erreicht kaum 20 m ü. NN. Die höchste Erhebung in der näheren Stadtumgebung stellt der südlich der Stadt gelegene Jölkenberg dar (36 m ü. NN).

Zu Greifswald gehören auch die außerhalb des geschlossenen Stadtgebietes gelegenen vorgelagerten Inseln Koos und Riems sowie als kommunale Exklave ein Teil des Riems gegenüberliegenden Festlandes.

Neuere Geschichte

1927 erschloss man im Osten ein weiteres Universitätsgelände. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges waren 1500 Studenten immatrikuliert.

Zur Jahrhundertwende entstanden großzügig bebaute neue Straßen, in denen sich die zunehmende wohlhabende Bürgerschaft niederließ, so zum Beispiel die Goethestraße, heute noch eine der schönsten Straßen Greifswalds.

Die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre machte sich durch die Schließung der Eisenbahnwerkstatt und große Arbeitslosigkeit bemerkbar. Anlässlich der 1939 durchgeführten Gebietsreform wurden die Orte Wieck und Eldena eingemeindet.

Damit stieg die Einwohnerzahl auf über 37.000. Von 1940 bis 1945 bestand an der heutigen Franz-Mehring-Straße das große Kriegsgefangenenlager Stammlager IIC, in dem viele Kriegsgefangene aus zahlreichen von Deutschland besetzten Ländern interniert und in Nebenlagern zu Zwangsarbeit eingesetzt wurden.

Den Zweiten Weltkrieg überstand die Stadt, die eine große Garnison der Wehrmacht beherbergte, ohne Zerstörungen. Am 30. April 1945 wurde sie auf Veranlassung des Stadtkommandanten Rudolf Petershagen kampflos der Roten Armee übergeben.

Beteiligt an den entsprechenden Verhandlungen waren der damalige Rektor der Universität Carl Engel, der stellvertretende Stadtkommandant Max Otto Wurmbach sowie Gerhardt Katsch als Leiter der Universitätskliniken und dienstältester Sanitätsoffizier in der Stadt.

Nachfolgende Schädigungen und Verluste wichtiger Teile der Bausubstanz der historisch wertvollen Altstadt sind auf unterlassene Restaurierungen und Instandhaltungen in der DDR zurückzuführen.

Stattdessen wurden von ca. 1965 bis 1988 die großen Wohngebiete Schönwalde I/Südstadt (1496 Wohnungen-WE), Schönwalde II (5.250 WE), Altes Ostseeviertel (731 WE), Ostseeviertel/Parkseite (2202 WE) und Ostseeviertel/Ryckseite (804 WE) im Süden und Osten in Plattenbauweise errichtet.

Abrisse, zum Beispiel des klassizistischen Steinbecker Tores (auch Brandenburger Tor genannt) von Carl August Peter Menzel im Jahr 1951, und historisierender (Platten-)Neubau im Norden der Altstadt verschlimmerten die Situation. Zwischen 1945 und 1990 ging etwa die Hälfte der historischen Bausubstanz verloren.

Die seit 1991 erfolgten Sanierungen des historischen Stadtkerns im Rahmen der Städtebauförderung haben mittlerweile die noch erhaltenen Teile der Altstadt wieder sehenswert gemacht.

Insbesondere der Marktplatz mit seinem freistehenden Rathaus gilt als einer der schönsten in Norddeutschland.

Seit 1993 erfolgte zunächst die Umgestaltung und Aufwertung und ab 2000 auch der Rückbau in den Plattenbausiedlungen (Stadtumbau).

Greifswald ist Sitz des Oberverwaltungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern und des Landesverfassungsgerichts.

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