Großenbrode

Küstenpanorama
©S.Moeller,Wikipedia
Sonnenuntergang
©S.Moeller,Wikipedia
Strand Großenbrode
©Veromy,piqs.de,CC-by2.0
Küste
©S.Moeller,Wikipedia
Steine am Strand
©S.Moeller,Wikipedia
Rathaus
©S.Möller,Wikipedia

Ostseeheilbad Großenbrode

Großenbrode ist ein Ostseeheilbad an der Ostsee-Küste von Schleswig-Holstein.

Geografie

Großenbrode liegt an der äußersten Spitze der Lübecker Bucht - etwa 80km von Lübeck entfernt - auf der wagrischen Halbinsel, direkt am Fehmarnsund.

Auf drei Seiten von Wasser und somit 15km landschaftlich abwechslungsreicher Küste umgeben, gehört das Seeheilbad zu den regenärmsten und sonnenreichsten Gebieten Deutschlands.

Großenbrode verfügt im Ortsteil Südstrand über einen langen, nach Südosten ausgerichteten Sandstrand.

Neuere Geschichte

Am 26. Dezember 1931 heirateten Reinhard Heydrich und Lina von Osten in der evangelischen Dorfkirche zu Großenbrode

Im zweiten Weltkrieg war Großenbrode Standort des Seefliegerhorstes Großenbrode (1937-1945) dessen Gelände von 1951 bis 1963 für die Fährverbindung zwischen Großenbrode Kai und Gedser, Dänemark genutzt wurde.

Bis 1995 war danach die Bundesmarine mit der Marineküstendienstschule der Nutzer dieses Geländes. Heute werden die Liegenschaften für ein Seniorenpflegeheim, einen Yachthafenbetrieb (insbesondere für Meeresangler und Segler) mit dazugehörigen Bootswerften und Tourismus sowie für ein Feriendorf nach schwedischem Vorbild genutzt

Neben der Bundesmarine unterhielt auch die Bundesluftwaffe eine Einrichtung in Großenbrode.

Bis 2004 war in der Fehmarnsundkaserne das Fernmelderegiment 71 mit dem Fernmeldesektor A untergebracht. Dort waren die Unterkünfte für die Soldaten, die im Turm A in Klaustorf Dienst taten. Der Turm, im Volksmund auch Spökenkieker genannt, in Ostholstein weithin sichtbar, diente der elektronischen Aufklärung bis in eine Entfernung von 600 km.

Er war einer von fünf Fernmeldesektortürmen der Luftwaffe entlang der deutsch-deutschen Grenze.

Turm A in Klaustorf, Turm B auf dem Thurauer Berg bei Dannenberg, Turm C auf dem Stöberhai bei Osterode, Turm E auf dem Schneeberg bei Wunsiedel und Turm F auf dem Hohen Bogen bei Bad Kötzting.

Der Turm ist etwa 75 Meter hoch und hat 16 Stockwerke. Mittlerweile ist er verkauft. Für die Fehmarnsundkaserne wird noch nach einer zivilen Nutzung gesucht.

Sehenswürdigkeiten

Bereits 1966 wurde Großenbrode der Titel eines Seebades verliehen. Ständig wurde das Angebot für die Gäste in Großenbrode erweitert.

Die Promenade am Südstrand wurde erbaut, ein Kurpark wurde eingerichtet. Die Seebrücke, welche sich mit ca. 230m in die Ostsee erstreckt, stellt von 1979 an eine weitere Bereicherung dar.

Ende 1986 wurde Großenbrode der Status eines Ostseeheilbades verliehen. Das Kurmittelzentrum bietet Massagen, Packungen, Heilgymnastik, med. Bäder und Inhalation.

Im 32°C warmen Bewegungsbad können die Gäste den heilenden Effekt des Meerwassers spüren. Allgemein verspricht Großenbrode mit seinem milden Reizklima besonders bei Haut- und Atemwegserkrankungen Heilung oder Milderung.

Die Qualität des Badewassers in Großenbrode ist ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung "Blaue Tafel" ist ein Zeichen für ständige Kontrolle des Badewassers und die Einhaltung der chemischen und bakteriologischen EG-Richtlinien an den Badestellen.

Es wird damit hygienisch einwandfreies und gesundheitlich unbedenkliches Wasser bescheinigt.

Je nach Wind können jedoch auch mal einige, meist wenige, Feuerquallen auftauchen. Beim Auftritt von Blaualgen in sehr heißen Sommern werden stets rechtzeitig Warnungen und/oder Badeverbote ausgesprochen.

Ergänzt wird das Gesundheitsangebot durch ein Sport- und Wellnesscenter, welches Möglichkeiten zum Tennis, Squash, Badminton, Aerobic, Step, Sauna und vielem mehr bietet.

Mit Auflösung der Marineküstendienstschule im Jahre 1995, welche direkt an den Südstrand grenzte, wurden ca. 80 Hektar Fläche frei. Dieses Gebiet wurde von der Gemeinde Großenbrode erworben und einer touristischen Nutzung zugeführt.

Die bestehende Promenade wurde um ca. 500m verlängert. Die anschließende 1000 m lange Seemole steht nun Anglern, Wanderern und allen Naturliebhabern zur Verfügung. Ein Sportboothafen sowie hafenbezogene und touristische Betriebe haben sich im neuen Ortsteil ?Am Kai? angesiedelt.

Für Aktivurlauber bietet Großenbrode ausgedehnte Radwanderwege, die häufig auch zum Skaten geeignet sind, Möglichkeiten für Wasserfreunde wie Tauchen, Hochseeangeln, Wasserskilaufen, Kanufahren, Ausflüge mit Bus und/oder Schiff, Drachen steigen lassen, etc.

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