Haubentaucher

Haubentaucher mit Jungtier
©L.Lukasik,Wikip.,gnu
Haubentaucher
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Haubentaucher mir Jungtier
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Haubentaucher
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Der Haubentaucher

Der Haubentaucher (Podiceps cristatus) ist eine Vogelart aus der Familie der Lappentaucher (Podicipedidae). Er ist der größte, häufigste und bekannteste Vertreter dieser Familie von Wasservögeln.

Beschreibung

Haubentaucher sind 46-51 cm lang und haben eine Flügelspannweite von 59 bis 73 cm. Sie werden 800-1400g schwer. Im Sommer sind die Vögel in ihrem Prachtkleid sehr leicht zu erkennen: sie schwimmen häufig mitten auf Seen und verschwinden immer wieder zu längeren Tauchgängen (Bis zu einer Minute!).

Sie haben einen langen, von vorne weißen Hals, ein weißes Gesicht, einen schwarzen Scheitel und eine braunrote und schwarze Haube. Nacken und Rücken sind braun. Die Geschlechter sehen gleich aus. Die Haube wird bei Gefahr angelegt. Im Schlichtkleid fehlt die bunte Haube, und der Haubentaucher ähnelt manchen Seetauchern (Gaviidae), z.B. dem Sterntaucher.

Haubentaucher rufen häufig und laut, ein schnarrendes Geräusch, das wie keck-keck-keck klingt.

Lebensraum

Haubentaucher kommen auf Gewässern im Flachland in ganz Europa (bis auf Nordskandinavien und Island) vor. Die östlichen Populationen sind Zugvögel, die an den Küsten in Westeuropa und Südeuropa überwintern. In Deutschland sind Haubentaucher überwiegend Standvögel, die bei länger zugefrorenen Seen ebenfalls an die Küsten wandern.

Nahrung

Haubentaucher fressen hauptsächlich Fische, die sie tauchend jagen. Aber auch Kaulquappen, Krebstiere, Spinnen und Wasserinsekten sowie Samen gehören zu ihrer Nahrung.

Brutpflege

Die Balz der Haubentaucher ist auffällig und wird auch "Pinguintanz" genannt: das Paar richtet sich auf dem Wasser Brust an Brust auf, die Vögel schütteln die Köpfe und schlagen mit den Füßen auf das Wasser. Haubentaucher bauen ihr Nest auf dem Wasser, es besteht aus schwimmenden Pflanzenteilen und wird in der Ufervegetation versteckt.

Darin werden 27 bis 29 Tage lang 3-4 Eier ausgebrütet. Die Küken sind Nestflüchter und können sofort selber schwimmen und sogar tauchen. In der ersten Zeit werden sie jedoch hauptsächlich von den Altvögeln auf dem Rücken im Gefieder versteckt getragen. Sie haben weiße Streifen auf Kopf und Rücken. Der NABU wählte den Haubentaucher 2001 zum Vogel des Jahres.