Hiddensee

©Sapurini,Pixelio.de
©juergen_mala,Pixelio.de
©Stesta,Pixelio.de
Hiddensee
©Pariah083,PixelQuelle.de
Sonnenuntergang über Hiddensee
©D.Röttgen,PixelQuelle.de
Auf Hiddensee
©D.Röttgen,PixelQuelle.de
Auf Hiddensee
©Pariah083,PixelQuelle.de
Hiddensee
©Pariah083,PixelQuelle.de
Hiddensee im Winter
©k.navigator,PixelQuelle.de

Insel Hiddensee

Die deutsche Insel Hiddensee liegt westlich von Rügen in der Ostsee. Sie gehört zum Landkreis Rügen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Die Gemeinde Insel Hiddensee (bis zum 2. Februar 1993 Hiddensee) umfasst die gesamte Insel sowie die ihr östlich vorgelagerte Fährinsel und gehört seit 2005 zum Amt West-Rügen mit Sitz in der Gemeinde Samtens.

Geografie

Hiddensee ist etwa 16,8 Kilometer lang, an der schmalsten Stelle etwa 250 Meter und an der breitesten etwa 3,7 Kilometer breit.

Innerhalb des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft ist sie die größte Insel und gehört zum Landkreis Rügen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Sie ist der Insel Rügen westlich vorgelagert und unterteilt sich in einen hügeligen, über 70 Meter hohen Nordteil (Dornbusch, höchster Punkt ist der Bakenberg mit 72 m ü. NN), eine Dünen- und Heidelandschaft im zentralen und einen flachen, nur wenige Meter hohen Südteil, den Gellen.

Im Nordosten befinden sich die beiden drei Kilometer langen Sandhaken Alter Bessin und Neuer Bessin. Begrenzt wird die Insel durch den Schaproder Bodden und Vitter Bodden im Osten, die Gellenrinne (die Fahrrinne nach Stralsund) im Süden und die offene Ostsee nach Westen und Norden.

Neuere Geschichte

Im Jahr 1945 wurde Hiddensee am 4. und 5. Mai von sowjetischen Truppen besetzt. Im selben wie im folgenden Jahr wurde im Rahmen der Bodenreform der Gutshof Hiddensee in 18 Neubauernstellen aufgeteilt.

1952 wurde die Fährverbindung zwischen Seehof auf Rügen und der Fährinsel eingestellt. Im Jahr 1953 flüchteten während der Aktion Rose einige Hoteliers in den Westen, andere wurden verhaftet. Nach dieser Aktion wurden alle Hotels auf der Insel durch den FDGB übernommen.

In den fünfziger Jahren wurden das Heimatmuseum und das Gerhart-Hauptmann-Haus eröffnet und die LPG "Dornbusch" gegründet. Im Jahr 1962 wurde mit dem Deichbau zwischen Kloster und Vitte begonnen. Die Genossenschaftsreederei übernahm der VEB "Weiße Flotte" Stralsund und die Fischer wurden durch die Gründung der FPG "De Süder" in Neuendorf und ?Swantevit? in Vitte eingebunden.

Ab 1966 begannen sowjetische Spezialisten nach vorherigen vielversprechenden geophysikalischen Sondierungen im Nordteil von Hiddensee mit Erdöl-Versuchsbohrungen.

Die Arbeiter und Wissenschaftler kamen allesamt aus der Sowjetunion und bezogen mehrere Wohnwagen am Aufgang zum Klausner, von den Einheimischen Der Wanderzirkus genannt. Eine Lagerstätte wurde gefunden, deren Ausbeutung durch die hohe Güte des Erdöls lohnend war; allerdings stand das Öl nicht unter Druck, musste also hochgepumpt werden. Das geförderte Öl wurde auf kleine Tankschiffe verladen, für die zuvor ein eigener Anleger errichtet worden war.

Danach kam es zur Weiterverarbeitung in die Sowjetunion. Die Pumpstation wurde einige Jahre betrieben (das Einstellungsdatum müsste noch genauer ermittelt werden). Der Tankhafen wurde später zu dem noch heute genutzten Segelhafen bei Grieben umgestaltet. Seit 1974 verkehrt ein neues Fährschiff zur Versorgung der Insel.

Am 7. Mai 1989 gab es bei den DDR-Kommunalwahlen trotz weitgehender staatlicher Manipulation immerhin 4,7 Prozent Gegenstimmen.

Im Jahr 1992 wurden die Forschungseinrichtungen "Versuchsstelle Schwedenhagen" des Berliner Zentralinstitutes für Elektronenphysik und die "Versuchsstelle Fährinsel" des Jenaer Zentralinstitutes für Mikrobiologie und experimentelle Therapie aufgegeben.

1996 erkämpfte sich die Insel die Amtsfreiheit, die sie jedoch im Jahr 2005 im Zuge der Gebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern wieder verlor. Seitdem gehört sie zum Amt West-Rügen.

Kulinarische Spezialitäten

Auf der Insel wächst Sanddorn in großen Mengen. Dieser wird von einigen Einwohnern zu vielfältigen Produkten wie Säften, Likören und Brotaufstrichen verarbeitet und zum Kauf angeboten.

Daneben dominiert bei den heimischen Produkten natürlich der Fisch. Eine Besonderheit ist der "Hiddenseer Schmoraa", für den jede alteingesessene Hiddenseer Familie und jedes Restaurant ein eigenes Rezept hat.