Islandmuschel

Die Gemeine Islandmuschel

Die Islandmuschel (Arctica islandica) ist eine von den Küsten Nordamerikas bis zur Ostsee verbreitete heterodonte Muschel aus der Ordnung der Veneroida. Der Erstbeschreiber Carl von Linné nannte sie Venus islandica, später wurde sie als monotypische Art in eine eigene Familie, die Arcticidae, gestellt.

In Island, den USA und Kanada gilt die bis zu 12 cm große Muschel als Delikatesse, in Europa spielt sie in der Fischereiwirtschaft keine Rolle.

Ein Forscherteam der britischen ?Bangor University's School of Ocean Sciences? fand vor der Nordküste Islands bei Untersuchungen der Klimaveränderung im Oktober 2007 ein Exemplar der Islandmuschel, das zwischen 405 und 410 Jahre alt war.

Die gefundene Muschel ist damit älter als jenes Exemplar, das von US-Forschern 1982 vor der amerikanischen Küste geborgen wurde. In Presseartikeln wurde sie daraufhin als ?das älteste lebende Tier der Welt? dargestellt.

Chris Richardson, Professor an der Bangor University, vermutet, dass sämtliche Zellen sich in einem idealen Tempo erneuerten. Es gibt jedoch wesentlich älter werdende Tierarten; siehe etwa Scolymastra joubini, eine Art aus der Klasse der Glasschwämme.