Kartoffelrose

Kartoffelrose
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Kartoffelrose
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Hagebutte
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Hagebutten am Strauch
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Die Kartoffelrose

Die Kartoffel-Rose (Rosa rugosa) ist eine öfterblühende Wildrose aus Japan, die seit 1756 in Europa eingeführt ist.

Sie wird im Deutschen auch als Apfel-Rose oder Japan-Rose bezeichnet. Der Beiname rugosa, von lat. rugosus = faltig, runzelig, bezieht sich auf das runzlige Aussehen der Blätter.

Beschreibung

Sie hat kurze, starke Stacheln und ein typisches, runzliges, kartoffelartiges Laub. Ihre Hagebutten sind sehr groß. Die Rosa rugosa ist winterhart, salzverträglich und anspruchslos.

Sie wächst auch auf sandigen, armen Böden, auch in windigen Lagen. Ihre Blüten erscheinen von Juni - September und haben einen leichten Duft.

Sie ist gegen Krankheiten wie Rosen-Rost und Sternrußtau weitgehend unempfindlich. Diese Eigenschaften wurden im Rahmen der Rosenzüchtung auf ihre Gartenformen, die Rosa-Rugosa-Hybriden, übertragen.

Rosa rugosa bildet etwa 1,50 m hohe Sträucher, die sich oft durch Wurzelschösslinge weiter ausbreiten. Ihre Blätter sind 8 bis 15 cm lang und bestehen aus 5 bis 9 Fiederblättchen. Die Blüten sind dunkelrosa bis weiß, etwa 6 bis 8 cm Durchmesser.

Vorkommen

Rosa rugosa kann als Pionierpflanze an Stränden oder Dünen gepflanzt werden, an Standorten ohne Pflegemöglichkeit, als Hecke in der freien Landschaft, sowie an Straßenrändern mit Salzbelastung.

Jedoch ist von Pflanzungen in Küstennähe dringend abzuraten, da sie in der BRD wie in anderen europäischen Nord- und Ostseestaaten in Küstengebieten als invasiver Neophyt, als ökologisch besonders problematische nicht heimische Pflanze, eingestuft wird und außerdem eine Genwanderung zur heimischen Bibernell-Rose nicht auszuschließen ist.

Vor dem 2. Weltkrieg wurde sie auch in großem Umfang auf den Ostfriesischen Inseln angepflanzt, wo sie zur Tarnung der Bunker eingesetzt wurde.

Mittlerweile hat sie sich dort in weitem Umfang ausgedehnt und die natürlichen Sorten stark zurück gedrängt. Im Volksmund wird die Art dort auch Adolf-Hitler-Rose genannt.