Prerow

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Reetdach Haus
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Abendstimmung am Strand von Prerow
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Strandkörbe, Strand bei Prerow
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Strand von Prerow
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Am Strand, Prerow
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Zum Strand
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Abendstimmung in Prerow
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Am Strand von Prerow
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Ostseebad Prerow

Das Ostseebad Prerow [ˈpreːroː] befindet sich auf der Halbinsel Darß, einem Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der Ostsee - zwischen den Städten Rostock und Stralsund.

Das Ostseebad Prerow wird umgeben vom Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Die Gemeinde ist Teil des Amtes Darß/Fischland mit Sitz in Born a. Darß.

Geschichte

Das Fischer- und Seefahrerdorf Prerow wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Als Teil Pommerns war Prerow vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Wiener Kongress schwedisch und kam am 23. Oktober 1815 als "Neuvorpommern" zu Preußen. 1715 bis 1720 gehörte Prerow zu Dänemark.

Seit dem 17. Jahrhundert betrieben die Prerower die Seefahrt. Im Ort entstanden auch drei Segelschiff-Werften.

Gebaut wurden Schoner, Jachten, Briggs, Barken und andere Schiffstypen. Im Jahre 1872 setzte ein schweres Sturmhochwasser ganz Prerow weit unter Wasser. In der Folge beschloss man, den Prerower Strom, der östlich von Prerow die Ostsee mit dem Bodstedter Bodden verband, zu schließen. Mit dem Niedergang der Segelschifffahrt Ende des 19. Jahrhunderts wurde Prerow ein bedeutender Bade- und Kurort.

Die Abgeschiedenheit des Ortes sowie der weite Strand aus weißem, steinfreiem Sand leisteten einen wichtigen Beitrag dazu. Das flache Ufer und die meist schwache Brandung machten ihn bis heute ideal für Badeurlaub mit kleinen Kindern.

Im 19. und 20. Jahrhundert siedelten sich Kunstmaler an. Es kam zur Gründung von Künstlerkolonien. Später galt das Ostseebad Prerow als Mallorca der DDR.

Die Strände waren in sechs Reihen auf mehrere Kilometer Länge gefüllt. Im Sommer bevölkerten 20-mal so viele Urlauber wie Einwohner den Ort. Allein der Zeltplatz, das heutige Regenbogen Camp Prerow, beherbergte zeitweise über 10.000 Gäste.

Für seine zahlreichen Diskotheken wie das traditionsreiche Dünenhaus, Helgoland und Seestern war Prerow in der ganzen DDR bekannt.

Prerow war ehemals eine Streusiedlung. Ausgangspunkt der Besiedlung war der am Hafen gelegenen "Drümpel", ein Rundling.

Die sich im Westen anschließenden Ortsteile sind jüngeren Datums und folgten zunächst den höchsten Dünenrücken der weiter westlich im Darßwald noch deutlich sichtbaren Neulandbildung.

Typisch für den Ort, wie auch für die Dörfer Wieck und Born, ist der bis heute erhalten gebliebene alte Baumbestand aus Eichen, Buchen, Eschen, Bergahorn und anderen, der den Siedlungen einen parkartigen Charakter verleiht.

Nachdem der Fremdenverkehr an Bedeutung zunahm, wurden Schritt für Schritt Baulücken mit touristischer Infrastruktur bebaut. Prerow beabsichtigt durch Tiefbohrungen zum Thermalbad zu werden.

Tourismus

In Prerow spielt der Tourismus auch heute eine große Rolle. Direkt am Ort liegt ein 5 km langer und bis zu 80 m breiter feinsandiger Strand mit nur allmählich abfallendem Ufer.

Hier befand sich der größte FKK-Strand Deutschlands. Westlich von Prerow liegt der urwüchsige Darßer Wald mit dem Weststrand, der weniger von Badegästen aufgesucht wird. Prerow hat zwei Sportboothäfen, einen am Ottosee, einer Ostseebucht nördlich Prerows, und einen im Prerower Strom mit Zugang zum Bodden.

Vom seegeschützten Hafen am östlichen Ortsrand fahren regelmäßig Ausflugsboote zu Boddenrundfahrten hinaus. Auch die Kranichrastplätze am Bock werden während der Saison von einer Barkasse angefahren.

Die Barmer Ersatzkasse betreibt seit 1998 auf dem Gelände des früheren Internationalen Pionierlagers "Kim Il Sung" eine Kurklinik.

Sehenswürdigkeiten

Die 1728 erbaute Seemannskirche Prerow besitzt ein Kirchenschiff aus Backstein und einen Holzturm. Hier findet der Besucher zahlreiche Modellschiffe ("Votivschiffe"), welche den Prerowern zumeist von geretteten Schiffsmannschaften gestiftet wurden.

Auf dem zugehörigen Friedhof finden sich noch alte Kapitänsgräber aus der Zeit um 1800. Die 360 m lange Seebrücke wurde 1993 wieder aufgebaut. Der Ort ist - wie auch die Darß-Dörfer Born und Wieck - geprägt durch viele alte, meist rohrgedeckte Kapitänshäuser. Diese zieren oft geschnitzte und bunt bemalte Haustüren mit symmetrischen, zumeist floralen Motiven, welche auf langen Seereisen angefertigt wurden.

Im Darß-Museum werden Geologie, Flora und Fauna der Halbinsel sowie die Geschichte der Segelschifffahrt und der Fischerei dargestellt. Im Museumsgarten sind alte Fischerboote ausgestellt. Bootsbauer weisen dort Feriengäste auch in alte Handwerkstechniken ein.

Westlich Prerows befindet sich der Darßer Ort mit dem alten Leuchtturm und der Naturausstellung "Natureum".

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