Salzmiere

Salzmiere
©K.Peters,Wikipedia,gnu
Salzmiere
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Die Salzmiere

Die Salzmiere (Honckenya peploides) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nelkengewächse.

Die niederwüchsige Strandpflanze ist so widerstandsfähig, dass sie das Leben in der bewegten Strandzone erträgt und ist somit ein wertvoller Helfer im Küstenschutz.

An geeigneten Stellen bildet sie größere Matten aus. Man findet sie circumpolar an den Meersküsten Eurasiens und Nordamerikas.

Beschreibung

Die Salzmiere ist eine ausdauernde krautige Salzpflanze mit sukkulenten Blättern. Sie erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 cm und bildet ein umfangreiches Wurzelsystem aus.

Wird sie unter dem Sand begraben sendet sie neue Stängel nach oben. Der kahle fleischige Stängel ist niederliegend bis aufsteigend, vierkantig bis rundlich und wurzelnd an den Knoten.

Die am Stängel aufsitzenden gelbgrünen eiförmigen Blätter sind kreuz-gegenständige angeordnet, kahl, dickfleischig und mit Salzdrüsen versehen. Nebenblätter sind keine vorhanden. Die Laubblätter sind 1 bis 4 Zentimeter lang und 3 bis 20 mm breit.

Es sitzt jeweils nur eine Blüte auf dem Ende einer Stängelverzweigung, die jeweils aus den Blattachseln sprießen und bildet so als Blütenstand eine Scheindolde aus.

Die unscheinbaren Blüten sind fünfzählig (d.h. jeweils fünf Kronblätter und Kelchblätter) und bilden drei Griffel aus. Neben eingeschlechtlichen, kommen auch zwittrige Blüten vor. Bei den weiblichen Blüten sind Staub- und Kronblätter verkümmert, während die männlichen Blüten keine Griffel ausbilden.

Die weißgrünlichen bis elfenbeinfarbigen Kronblätter sind länglich eiförmig und ganzrandig. Die zwei bis drei Millimeter langen Kronblätter sind etwa so lang wie die eiförmig-lanzettlichen Kelchblätter. Die Blütezeit ist Mai bis August.

Die Samen reifen von Juni bis September. Die fast kuglige, 6 bis 10 mm langen Kapselfrucht öffnet sich mit drei Klappen, aus denen die Samen bei Bewegung herausfallen.

Die tropfenförmigen, glatten, kastanienbraunen Samen sind zwei bis vier Millimeter lang.

Vorkommen

Die Salzmiere ist in mehreren Unterarten circumpolar an fast allen nördlichen Meeresküsten Eurasiens und Nordamerikas verbreitet. Sie siedelt an unverfestigten Vordünen und an Spülsäumen der Küsten bis unmittelbar vor dem Flutsaum.

An diesen exponierten Stellen hält sie nicht nur Sandverwehungen und Überflutung mit Meerwasser, sondern auch den austrocknenden Winden und der prallen Sonne stand.

An wenig beeinflussten Meeresküstenabschnitten ist sie weit verbreitet. Sie ist charakteristisch für den pflanzensoziologischen Verband Salsolo-Honckenyion peploides (Salzkraut-Spülsaum-Gesellschaften). Sie benötig sonnige Plätze in feuchte bis nasse kochsalzhaltigen Sand mit einem Chloridgehalte bis 0,9%.