Seehase

Seehase
©J.M.Halldórsson,Wikip.,gnu

Der Seehase

Der Seehase (Cyclopterus lumpus) ist ein plumper Bodenfisch aus der gleichnamigen Familie der Seehasen (Cyclopteridae) und gehört somit in die Ordnung der Panzerwangen (Scorpaeniformes).

Merkmale:
Die Seehasen werden etwa 40 bis 70 cm lang und wiegen 1,5 bis 3 kg, die Weibchen sind größer. Sie sind dunkelgrau-bläulich bis schwarz gefärbt, die Weibchen scheinen zudem etwas grünlich. Bei einigen Individuen sind dunkle Tupfen oder schwarze Punkte auf dem Rücken und den Seiten vorhanden.

Jungfische sind matt olivgrün bis ockergelb gefärbt, mit silbernen Streifen und Punkten. Ihr Körperbau ist plump und rundlich, inklusive Schwanz zwei mal so lang wie hoch. Der Körper ist mit Knochenzähnen besetzt, zudem verlaufen vier Dornen- und drei Knochenreihen längs den Körper und Schwanz entlang, Seehasen haben keine Schuppen.

Die Maulöffnung befindet sich direkt an der Kopfspitze, die Zähne sind verhältnismäßig klein, und die Augen und Kiemendeckel sind verhältnismäßig mittelgroß. Der kurze, oben konkav und unten konvex geformte Kopf ist beim Männchen etwas größer ausgebildet als beim Weibchen. Die Rückenflossen sind mit dickem Hautgewebe bedeckt und bilden den so genannten Kamm.

Die vordere Rückenflosse ist 6- bis 8-strahlig, die hintere und die Analflosse jeweils 9- bis 11-strahlig. Die Schwanzflosse hat einen breiten Ansatz, und die Spitze ist rechteckig bis leicht konvex. Die großflächigen, abgerundeten Brustflossen sind im Ansatz so breit, dass sie fast bis zur Kehle reichen, beim Männchen sind sie größer als beim Weibchen.

Anstatt Bauchflossen haben sie sechs Paar fleischige Beulen von einer fast runden Hautfalte umgeben, im Durchmesser eine Kopflänge groß. Diese Saugscheibe beginnt dicht hinter der Kehle und dient zum Ansaugen an den Meeresboden, denn sie haben keine Schwimmblase. Somit sind sie an das Leben in Bodennähe angepasst.

Ernährung:
Die Seehasen ernähren sich von kleinen Fischen, Krustentieren, Weichtieren und Rippenquallen. Da sie schlechte Schwimmer sind, sind sie eine beliebte Nahrungsquelle für Robben.

Fortpflanzung:
Während der Laichzeit färbt sich der Bauch des Männchens orangerot. Zum Ablaichen schwimmen sie in Küstengewässer, die mit Algen übersäht sind.

Die Weibchen lassen etwa 140.000, im Durchmesser 2,2 bis 2,6 mm große Eier sinken, die am steinernen Grund in schwammartigen Formationen fortwährend von der Strömung gedreht werden. Während die Weibchen wieder gen tiefere Gewässer ziehen, bewachen die Männchen den anfangs rosafarbenen, später mattgrünen oder gelben Laich, bis die 4 bis 7,5 mm langen Larven schlüpfen.

In dieser Zeit nehmen sie keine Nahrung zu sich, so dass sie am Ende der Bewachung abgemagert und entkräftet in tiefere Gewässer zurückkehren.