Sellin

Strand Sellin, Seebrücke
©H.Lindemann,Pixelio.de
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Sellin Seebrücke bei Nacht
©stoffel,PixelQuelle.de
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Villa Vineta aus dem Jahre 1902
©D.van der Ree,Wikip.,gnu
Treppe zur Seebrücke
©Queryzo,Wikipedia,gnu

Ostseebad Sellin

Das Ostseebad Sellin ist eine Gemeinde im Landkreis Rügen auf der gleichnamigen Insel in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Mönchgut-Granitz mit Sitz in der Gemeinde Baabe verwaltet.t.

Geografie

Das Ostseebad Sellin liegt östlich eines ausgedehnten Küstenhochwaldes (der Granitz) an der Verbindung zur Halbinsel Mönchgut im Südosten Rügens.

Eine weitere Besonderheit ist, dass Sellin an der Ostsee und am Selliner See liegt, der auf der Westseite Mönchguts über die Bucht des Having mit dem Greifswalder Bodden verbunden ist.

Sellin zählt neben Binz und Göhren zu den bedeutendsten Badeorten auf Rügen.

Geschichte

Das Ostseebad Sellin wurde 1295 als Zelinische beke erstmals urkundlich erwähnt. Über die Jahrhunderte gehörte das Dorf zur Grundherrschaft der nachmaligen Fürsten zu Putbus.

Seit 1880 entwickelte sich das Dorf rasch zu einem mondänen Badeort. 1912 erfolgte der Bau der evangelischen Gnadenkirche, im selben Jahr wurde die katholische Kirche Maria Meeresstern geweiht.

1951 wurde der Bürgermeister Rix auf offener Straße in der Nähe des Pfarrhauses ermordet. Eine Bürgerinitiative bemühte sich ab 1989, die Vorgänge um die Tat aufzuklären.

1953 erfolgte wie in anderen Ostseebädern im Gebiet der DDR auch die "Aktion Rose", die auf die Enteignung privater Hotel- und Pensionsbesitzer abzielte und für fast 40 Jahre zu grundlegenden Änderungen der Eigentumsstruktur führte. 1960 brannte die Gnadenkirche zum Teil ab.

Nach der politischen Wende des Jahres 1989 wurde die Bausubstanz des Ortes in weiten Teilen erneuert.

1992 wurde die Seebrücke Sellin wieder errichtet.

Im Südosten des Ortes entstand ein neues Baugebiet in welchem praktisch ausschließlich Ferienappartments gebaut wurden.

Aufgrund der Größe und Anzahl der Neubauten stellt sich die Einpassung dieser Objekte in das gewachsene Ortsbild als schwierig dar.

Sehenswürdigkeiten

Die Wilhelmstraße mit ihren prächtigen Häusern aus der Ursprungszeit der Bäderarchitektur führt hinauf bis zur 30 Meter hohen Steilküste, wo man über eine steile Treppe oder im Aufzug zur Seebrücke oder zur Promenade am Südstrand hinabgelangt.

Sellin besitzt heute die mit 394 Metern längste Seebrücke auf Rügen. Seit 1991 wurde der historische Ortskern im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert; das Stadtbild hat sich stark verbessert.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Galerie Hartwich im alten Feuerwehrhaus, das Bernsteinmuseum mit der dazugehörigen Werkstatt sowie die Gnadenkirche.

Zur Gemarkung von Sellin gehört auch der in der Granitz gelegene und zum Totalreservat erklärte Schwarze See.

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