Stralsund

Hafen von Stralsund
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Sonnenaufgang Stralsund
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Zeese im Stralsunder Hafen
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Stralsund
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Stralsunder Nikoleikirche
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Hansestadt Stralsund

Die Hansestadt Stralsund ist eine kreisfreie Stadt in Mecklenburg-Vorpommern im Norden Deutschlands.

Die Stadt liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee, und wird auf Grund ihrer Lage als Tor zur Insel Rügen bezeichnet. Die Stadt ist zusammen mit Greifswald eines der vier Oberzentren des Landes.

Die Altstadt gehört seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe mit dem Titel Historische Altstädte Stralsund und Wismar.

Geografie

Stralsund ist eine kreisfreie Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, Landesteil Vorpommern, im Norden Deutschlands.

Die Stadt liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee. Die geographische Nähe zur Insel Rügen brachte ihr die Bezeichnung Tor zur Insel Rügen ein. Stralsund liegt ebenfalls nahe dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Das Stadtgebiet Stralsund beinhaltet drei Stadtteiche sowie einen Stadtwald. Die höchste Erhebung der Stadt ist der Galgenberg am westlichen Ortseingang.

Geschichte

Stralsund wurde im Jahr 1234 vom rügenschen Fürsten Wizlaw I. das Stadtrecht nach Rostocker bzw. Lübecker Vorbild verliehen.

Die Gegend war von Slawen besiedelt gewesen, was auch den slawischen Stadtnamen erklärt (stral bedeutet Pfeil- bzw. Speerspitze, -sund steht für Meerenge, erklärt sich aus dem naheliegenden Strelasund).

Die Stadt wurde vorwiegend durch Siedler aus Westfalen schnell zu einer bedeutenden Handelsstadt im Ostseeraum. Als Mitglied der Hanse gewann Stralsund wirtschaftliche und politische Bedeutung und war bald annähernd so mächtig wie Lübeck. Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen mit den Herrschern von Dänemark gipfelten 1371 im Frieden von Stralsund.

Nach dem Niedergang der Hanse nahm auch Stralsunds Bedeutung für den Handel ab. Weiterhin jedoch lebte die Stadt vorwiegend vom Fernhandel und Nahhandel und dem Schiffbau.

Bereits 1525 trat Stralsund zum evangelischen Glauben über und war damit Schrittmacher in Norddeutschland.

Stralsund trotzte im Dreißigjährigen Krieg mit Hilfe von Schweden und Dänemark der Belagerung durch Wallenstein. Es folgte eine fast 200-jährige Zeit der Zugehörigkeit zum Königreich Schweden als Teil von Schwedisch-Pommern.

Im Großen Nordischen Krieg wurde Stralsund am 23. Dezember 1715 im Pommernfeldzug 1715/1716 von preußisch-sächsisch-dänischen Truppen eingenommen.

Im 19. Jahrhundert kam Stralsund zu Preußen. Als kreisfreie Stadt wurde Stralsund in den folgenden Jahren als Bestandteil Neuvorpommerns Teil des Deutschen Reichs.

Am 6. Oktober 1944 war Stralsund Ziel eines Bombenangriffs durch alliierte Bomber, die ihr eigentliches Ziel in Stettin nicht anfliegen konnten. In dieser Nacht wurden über 800 zivile Opfer gezählt, die historische Altstadt stark beschädigt. Am 1. Mai 1945 rückte die Rote Armee in Stralsund nahezu kampflos ein.

Während der Zeit der DDR wurden in der Stadt zahlreiche Plattenbausiedlungen errichtet, der historische Altstadtkern allerdings verkam.

Wirtschaftlich lebte die Stadt vor allem vom Schiffbau auf der Volkswerft, die Schiffe für die Sowjetunion teilweise im Zehntagesrhythmus fertigstellte.

Nach der politischen Wende wurde 1990 Stralsund Modellstadt der Städtebauförderung in den neuen Ländern.

Der Historische Stadtkern mit dem Altstadthafen wurde mit Hilfe der Programme zur Städtebauförderung und zum Städtebaulichen Denkmalschutz danach gründlich saniert.

Auch das Wohnumfeld der Plattenbausiedlungen Grünhufe und Knieper wurden im Rahmen der Programme "Aufwertung", "Stadtumbau-Ost" und "Die Soziale Stadt" verbessert und ein Wohnungsrückbau eingeleitet.

Seit dem Jahr 2002 ist Stralsunds Altstadt zusammen mit der Wismars UNESCO-Weltkulturerbe mit dem Namen Historische Altstädte Stralsund und Wismar.

Wirtschaftlich gab es nach der Wende große Herausforderungen, die in der strukturschwachen Region erhebliche Probleme verursachen und die noch nicht bewältigt werden konnten.

Regelmäßige Veranstaltungen

Wallensteintage: Jeden Sommer finden die Wallensteintage statt, ein mittelalterliches Spektakel zu Ehren der Abwehr der Wallenstein'schen Belagerung Stralsunds 1628.
Stralsund ist einer der Spielorte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.
Sundschwimmen: Von Altefähr (Insel Rügen) nach Stralsund über 2,3 Kilometer wird dabei der Strelasund von bis zu 1000 Teilnehmern durchschwommen.
Mittwochsregatta auf dem Strelasund: Während der Segelsaison wöchentliche Segelregatta mit Yardstick-Wertung. Start an der Nordmole bei Hafeneinfahrt.
Das Brauereihoffest ist eine Open-Air-Veranstaltung der Stralsunder Brauerei mit bis zu 15.000 Besuchern.
Das Sundstock-Open-Air findet auf dem Gelände des Campus der Fachhochschule Stralsund statt.
Stralsunder Weihnachtsmarkt

Kulinarische Spezialitäten

Der Kaufmann und Fischhändler Karl Wiechmann erfand in Stralsund eine Art von sauer eingelegtem Hering, den er zu Ehren und mit ausdrücklicher Genehmigung des damaligen Kanzlers Bismarckhering nannte.

Das Originalrezept besitzt der Fischhändler Henry Rasmus, der in seinem Restaurant seit dem Jahr 2003 wieder Original-Bismarckhering anbietet.

Die Biere der Stralsunder Brauerei erzielen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin regelmäßig Spitzenplatzierungen.

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