Strand-Dreizack

Stranddreizack
©K.Peters,Wikipedia,gnu
Stranddreizack
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Stranddreizack

Der Strand-Dreizack (Triglochin maritimum), auch Salz-Dreizack oder Röhrkohl genannt, ist eine grasartige Pflanzenart, die zur Familie der Dreizackgewächse (Juncaginaceae) gehört. Der Strand-Dreizack kann als Gemüse (Röhrkohl) gekocht werden, ist für Vieh jedoch giftig.

Beschreibung

Der Strand-Dreizack ist eine mehrjährige zwischen 10 und 60 Zentimeter Wuchshöhe erreichende Pflanze mit meist horizontal wachsendem Rhizom und kurzen dicken Ausläufern.

Die Stängel sind blattlos. Die grasartig, derben Grundblätter sind linealisch geformt, sind vielröhrig und besitzen ein langes Blatthäutchen (Ligula). Die Blätter sind im Querschnitt auf einer Seite abgeflacht, bis 4 Millimeter breit und am Ende der Blattscheide mit einem einfachen Öhrchen.

In einem bis zu 20 Zentimeter langen traubigen Blütenstand stehen die Einzelblüten dicht zusammen. Die grün bis rötlich gefärbten und zwittrigen Blüten sind meist radiärsymmetrisch.

Die Blütenstiele sind 1 bis 4 Millimeter lang. Sechs grünliche Blütenhüllblätter hüllen sechs fast sitzende Staubblätter und den sechsteiligen oberständigen Fruchtknoten ein.

Die sechs Narben sind rötlich und kurz gefiedert. Die ebenfalls sechsteilige, eiförmige Spaltfrucht ist etwa 6 Millimeter lang und ist bei Reife von unten nicht spreizend. Die Fruchtblätter sind am Rücken gefurcht und lösen sich bei Reife voneinander und fallen einzeln ab.

Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch den Wind (Anemogamie). Die Ausbreitung der Spaltfrüchte erfolgt meist durch das Wasser.

Vorkommen

Der Strand-Dreizack ist auf der Nordhalbkugel weit verbreitet. Stellenweise ist er auch an den Küsten Südamerikas zu finden.

In Mitteleuropa wächst der Strand-Dreizack im Wattenmeer auf zeitweise vom Meerwasser überspülten, schweren Schlickböden des Deichvorlandes, in der sogenannten Andelzone sowie in der Brackwasserzone der Flußästuare.

An den Küsten ist er relativ weit verbreitet, während er im Binnenland selten ist. Er bevorzugt sehr feuchte, teils überflutete Salzwiesen, Röhrichte oder salzbeeinflusste Stellen im Binnenland.