Teichfaden

Der Teichfaden

Der mehrjährig ausdauernde Sumpf-Teichfaden (Zannichellia palustris) ist eine untergetaucht lebende (submerse) Wasserpflanze aus der Familie der Laichkrautgewächse.

Er bildet an einer Pflanze sowohl rein männliche, als auch rein weibliche Blüten aus (Monözie). Diese befinden sich stets unter Wasser. Es erfolgt sowohl eine Wasserbestäubung der Blüten, als auch eine Wasserausbreitung der Steinfrüchte.

Die Pflanze kann sich auch vegetativ durch Ausläuferbildung oder durch Fragmentation vermehren. Einzelne abgetrennte Abschnitte sind also zum Teil eigenständig überlebensfähig.

Vorkommen

Der Sumpf-Teichfaden ist in den gemäßigten Zonen der Nord- und der Südhalbkugel verbreitet. Er wächst in meso- bis eutrophen stehenden oder fließenden Gewässern wie Seen, Teichen, Flüssen, Bächen oder Gräben.

Er ist etwas salztolerant und kommt daher auch an der Nord- und Ostseeküste vor.

Die Pflanze kann zudem einen gewissen Verschmutzungsgrad ertragen. In den südlichen Bundesländern ist der Sumpf-Teichfaden selten zu finden. In einigen Bundesländern steht er sogar auf der Roten Liste der Gefäßpflanzen. Er ist die Kennart der Pflanzenassoziation Zannichellietum palustris und besitzt sein Hauptvorkommen in der Assoziation Najadetum intermediae und dem Verband Ranunculion fluitantis

Beschreibung

Der Sumpf-Teichfaden wird bis zu 50 cm lang und ist stark verzweigt. Sein Stängel wurzelt an den Knoten, im oberen Teil ist dieser flutend. Die linealisch geformten Blätter besitzen am Grund eine offene Nebenblattscheide (Axillarstipel), die häufig auch als Ochrea bezeichnet wird.

Die fadenförmigen Blätter werden nie breiter als 0,5 mm und befinden sich zweizeilig oder fast gegenständig am Stängel. Die sehr kleinen Einzelblüten befinden sich stets unter Wasser. Die männliche Blüten stehend einzeln und weisen keine Hülle auf. Sie enthalten 1 oder 2 verwachsene Staubblätter. die weiblichen Blüten dagegen besitzen ein becherförmiges, glasartiges Perigon, das meist freie Fruchtknoten und schildförmige Narben aufweist.

Der Griffel ist etwa 0,5 mm lang. Die etwa 1 mm kleinen, sitzenden, geschnäbelten Steinfrüchte befinden sich oft zu 2 oder 5 zusammen und sind kurz gestielt.