Usedom

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Steilküste Usedom
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Sonnenaufgang am Strand
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Winter auf Usedom
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Fischerboot an der Ostseeküste
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Auf Usedom
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Sonnenuntergang am Achterwasser
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Am Strand
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Auf Usedom
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Insel Usedom

Usedom (polnisch Uznam, wendisch: Uznjöm/Uznjom) ist eine Insel in der Ostsee vor dem Stettiner Haff, welche zum größeren Teil zum deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gehört. Der östliche Teil der Insel ist polnisches Staatsgebiet. Weiter östlich schließt sich die Insel Wollin an.

Geografie

Usedom wird im Westen vom Peenestrom, im Osten von der Swine und im Norden von der Ostsee (Pommersche Bucht) begrenzt.

Nordwestlich von Usedom liegt Rügen, östlich Wollin.

Vorgelagert sind die Inseln Ruden und Greifswalder Oie. Usedom ist eine von Hügeln, Wäldern und Binnenseen geprägte Insel, deren dem Festland zugewandte Seite durch das Achterwasser stark gegliedert wird.

Mit (durchschnittlich) 1917 Sonnenstunden im Jahr ist Usedom die sonnenreichste Gegend Deutschlands.

Der deutsche Teil der Insel gehört zum Landkreis Ostvorpommern im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Der polnische Teil gehört zur Woiwodschaft Westpommern.

Neuere Geschichte

Im Zweiten Weltkrieg befanden sich in Peenemünde die Heeresversuchsanstalt Peenemünde, ein Testgelände für Raketen, die Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West und in Swinemünde ein Marinestützpunkt.

Diesen drei Anlagen galten die alliierten Luftangriffe der Jahre 1943 bis 1945, wobei der Angriff auf Swinemünde in den Mittagsstunden des 12. März 1945 furchtbare Opfer unter den sich dort stauenden Flüchtlingen aus dem Osten anrichtete.

Sie wurden in Massengräbern auf dem Golm, einer Anhöhe bei Kamminke, direkt an der heutigen Grenze, beigesetzt, wo sich heute eine Gedenkstätte befindet.

Im Jahre 2005 eröffnete der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hier außerdem eine internationale Jugendbegegnungsstätte.

Auf der Potsdamer Konferenz wurde mit der Festlegung der deutsch-polnischen Grenze die Unterstellung Swinemündes unter polnische Verwaltung beschlossen.

Die offizielle Übergabe durch den Landrat des Kreises Usedom-Wollin (ab da nur noch Kreis Usedom) erfolgte am 6. Oktober 1945 im Beisein von Vertretern der sowjetischen Besatzungsmacht. 1950 erkannte die DDR im Görlitzer Abkommen die neue Grenze an, 1990 auch das wiedervereinigte Deutschland.

Von 1945 bis 1952 bestand der bei Deutschland verbliebene Teil der Insel in administrativer Hinsicht als Kreis Usedom in der Sowjetischen Besatzungszone weiter.

Sitz der Kreisverwaltung war vom Oktober 1945 bis März 1946 Bansin, danach Ahlbeck, wohin bereits im Oktober 1945 die vorher in Swinemünde ansässige sowjetische Kreiskommandantur verlegt worden war.

Mit der Verwaltungsreform vom Sommer 1952 entstand aus dem Kreis Usedom und Teilen des angrenzenden Festlandes, die vorher zum Kreis Greifswald gehört hatten, der neue Kreis Wolgast mit Sitz der Kreisverwaltung in der gleichnamigen Stadt.

Dieser Kreis bestand bis zur Kreisgebietsreform des Jahres 1994. Dann wurde er mit den Kreisen Anklam und Greifswald zum Landkreis Ostvorpommern zusammengeschlossen, dessen Sitz die Stadt Anklam ist.

Der Fremdenverkehr blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg neben Landwirtschaft und Fischerei ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Die meisten privaten Hotels und Pensionen wurden 1953 durch die sogenannte Aktion Rose beschlagnahmt bzw. enteignet. Volkseigene Betriebe aus der ganzen DDR, der Feriendienst des FDGB und staatliche Institutionen übernahmen die Einrichtungen.

Viele Inselbewohner fanden als Pendler auch Arbeit im Großbetrieb Peenewerft Wolgast, der in der Zeit der DDR hauptsächlich Rüstungsaufträge erledigte.

Daneben war auch das Militär direkt ein wichtiger Arbeitgeber. Im Norden der Insel übernahm die NVA von den Sowjets die alten Militäranlagen in Peenemünde und Karlshagen, die zu einem Marine- und Luftwaffenstützpunkt wurden.

Weiterhin gab es Einheiten der NVA in Pudagla und der Roten Armee in Garz. Nach 1990 wurden alle Armeestandorte aufgelöst.

Hauptwirtschaftsfaktor seit 1990 ist der Tourismus, wobei man insbesondere in alten Badeorten mit Reminiszenzen an die Vergangenheit Werbung macht, zum Beispiel mit den Kaiserbädern als Bezeichnung für Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf.

Tourismus

Mit den Ostseebädern Karlshagen, Trassenheide, Zinnowitz, Zempin, Koserow, Kölpinsee, Ückeritz und den drei Kaiserbädern (Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck) auf deutscher Seite sowie Swinemünde (poln. Świnoujście) in Polen besitzt die Insel eine große Bedeutung für den Fremdenverkehr beider Länder.

In allen genannten Orten befinden sich Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze in großer Anzahl und in den unterschiedlichsten Preiskategorien. Hinzu kommen verschiedene Freizeiteinrichtungen wie Meerwasserbäder und eine Schmetterlingsfarm.

Anziehungspunkte für den Fremdenverkehr sind neben den Bernsteinbädern, Kaiserbädern und den anderen Badeorten an der Ostsee die auf der Insel liegenden Binnenseen (Süßwasserseen) wie Schmollensee, Gothensee oder Wolgastsee.

Im Hinterland befinden sich die reizvolle Kleinstadt Usedom, verschiedene Dörfer mit Schlössern (Mellenthin, Schloss Stolpe), die alte Hubbrücke Karnin, die Halbinseln Lieper Winkel und Gnitz, die das Achterwasser einrahmen, sowie Peenemünde.

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