Wattschnecke

Die Gemeine Wattschnecke

Die Gemeine Wattschnecke (Hydrobia ulvae) ist eine Vorderkiemer-Meeresschnecke. Ihre etwa 5 Millimeter hohe, spitz zulaufende Schale ist gelb-braun gefärbt. Das Gehäuse hat sieben Umgänge. Die Öffnung ist oval.

Sie lebt in den Wattenmeeren der Nord- und westlichen Ostsee, aber auch an den Küsten des Atlantik und des Mittelmeers. Sie leben dort in sehr großen Populationen auf Sandböden, seltener auf Algen, wo sie Blau- und Kieselalgen fressen. Auf einem Quadratmeter Watt können bis zu 100.000 Wattschnecken leben.

Wattschnecken zeigen ein vom Wechsel der Gezeiten abhängiges Verhalten. Bei auflaufender Flut heften sich die Schnecken mit dem Fuß nach oben an die Wasseroberfläche, lassen sich treiben und bilden ein Schleimband, an dem ihre Nahrung kleben bleibt.

Bei einsetzender Ebbe lassen sie sich fallen und bleiben auf dem Sand liegen, bis sie auf dem Trockenen sind. Dann beginnt eine zweite Phase der Nahrungssuche, diesmal vom sandigen Untergrund. Nach einiger Zeit graben sie sich dann in den Sand ein und warten auf die Flut.

Aufgrund ihres großen Vorkommens wird sehr viel Kot und Schleim produziert, sodass der Sand so verklebt, dass er nicht verdriften kann und so neuer sich ablagert [sedimentiert].