Zingst

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Hafen in Zingst
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Sonnenuntergang Zingst
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Strand von Zingst
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Zingster Seebrücke
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Hafen Zingst
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Kurhaus Zingst
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Rettungsschuppen
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Ostseeheilbad Zingst

Die amtsfreie Gemeinde Zingst umfasst die gesamte Halbinsel sowie die ihr südlich vorgelagerten Inseln Kirr und Barther Oie. Die Gemeinde ist seit 2002 ein staatlich anerkanntes Seeheilbad.

Geografie

Östlich der Ortschaft Zingst liegt ein größeres, sehr wildreiches Waldgebiet, der Osterwald. Daran schließen sich die Sundischen Wiesen an.

Dieser sich anschließende Teil der Halbinsel, sowie die umliegenden Ostsee- und Bodden-Gewässer und die südlich der Ortschaft Zingst gelegenen, für den Besucherverkehr gesperrten Vogelinseln Kirr und Barther Oie gehören zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, die Sundischen Wiesen ganz im Osten sogar zu dessen Schutzzone I.

Neuere Geschichte

Nach dem Krieg wurde Zingst Zufluchtsort für viele Umsiedler aus den Ostgebieten; es wurden sämtliche Ferienunterkünfte für diese benötigt. Durch die Umsiedler erhöhte sich die Einwohnerzahl von 2.100 im Jahr 1938 auf 3.340 im Jahr 1946.

Anfangs war somit an einen Urlauberbetrieb nicht zu denken, doch bereits im Jahr 1946 übernachteten wieder 1.269 Urlauber, im Jahr 1949 über 10.000 Urlauber in Zingst.

Der im Jahr 1947 gegründete FDGB kümmerte sich verstärkt um das Erholungswesen. Meist wurden die FDGB-Urlauber noch in privaten Unterkünften untergebracht. 1948 konnte jedoch ein neues Kurhaus am Hauptübergang zum Strand eröffnet werden, zu dem im Juni 1946 der Grundstein gelegt wurde.

1950 wurde der gesamte Ort an das Trinkwassernetz angeschlossen. Im Jahr 1952 wurden der Gemeinde Zingst die Ortsteile Müggenburg und Sundische Wiese zugeordnet.

In den 1950er-Jahren stieg die Zahl der Übernachtungen durch die Erhöhung des Lebensstandards der Bevölkerung kontinuierlich an. Da für diesen Bedarf nicht genügend FDGB-Hotels zur Verfügung standen, wurden 1953 ? wie an der gesamten Ostseeküste ? viele private Besitzer unter falschen Anschuldigungen ersatzlos enteignet (Aktion Rose). In den 1960er-Jahren entstanden eine Vielzahl von Kinderferienlagern und Betriebsferienheimen. Im Jahr 1970 wurde das große FDGB-Heim ?Claus Störtebecker? eingeweiht. Es bot über 200 Urlaubern Platz.

Der verstärkte Seedeich wurde 1972 im Ortsbereich als Promenade freigegeben. Im Jahr 1979 wurde Zingst dann ?staatlich anerkannter Erholungsort?. Während die Zahl der Einwohner nahezu konstant blieb, stieg die Zahl der Gäste auf über 65.000 pro Jahr an. Die höchsten Übernachtungszahlen gab es 1989, davon waren etwa zwei Drittel FDGB-Urlauber. Auch die Einwohnerzahl stieg leicht an, so lebten im Jahr 1989 in Zingst 3.500 Menschen. Dies ist bis heute die höchste Einwohnerzahl.

Im Jahr 1991 wurden alle Ferieneinrichtungen des FDGB und der Bundeswehrstandort geschlossen. Die Folge war eine hohe Arbeitslosenzahl im Ort. Durch den Ausbau der Infrastruktur und den Bau von Hotels und Ferienhäusern begannen die Übernachtungszahlen wieder zu steigen. Das ehemalige Kasernengelände wurde zu einem Campingplatz umgebaut. Im Jahr 1991 zog das Heimatmuseum an seinen jetzigen Standort im "Haus Morgensonne".

Schon 1992 erhielt Zingst als einer von wenigen Badeorten in den neuen Bundesländern die "Blaue Europaflagge" für seine hervorragende Badewasserqualität.

Im Jahr 1993 wurde die neue Seebrücke am Hauptübergang neben dem Kurhaus eröffnet. Das Kurhaus wurde 1998 abgerissen und im Jahr 2000 das neue an gleicher Stelle wieder eröffnet. Im Jahr 1994 eröffnete die ?Mutter-Kind-Kurklinik? der Barmer Ersatzkasse und 1996 das privatwirtschaftlich betriebene Kurmittelzentrum. Für dieses wurde 1997 eine Wasserleitung von der Ostsee gebaut.

Im Jahr 2001 wurden erstmals über eine halbe Million Gästeübernachtungen registriert. Dem Ostseebad Zingst wurde im Jahr 2002 der staatlich anerkannte Tite l"Ostseeheilbad" verliehen.

Im Jahr 2005 gab es laut Statistischem Landesamt 501.840 Übernachtungen von 84.333 Urlaubern und im Jahr 2006 525.757 Übernachtungen von 93.066 Urlaubern.

Regelmäßige Veranstaltungen

Das Hafenfest in Zingst findet am dritten Wochenende im April statt. Es wird mit einem Volksfest im Hafen und verschiedenen Schiffen der Beginn der Schifffahrtssaison gefeiert.

Am Zweiten Septemberwochenende findet in Zingst ein Shantychortreffen auf der Freilichtbühne am Zingster Kurhaus statt.

Meist im Juni treffen sich im und vor dem Hafen die Zeesenboote um ihre traditionelle Regatta durchzuführen.

Die Zingster Klaviertage wurden von Lutz Gerlach im Jahr 2001 ins Leben gerufen und haben sich mittlerweile zu einem deutschlandweit bekannten Festival mit internationalen und nationalen Künstlern entwickelt. An unterschiedlichen Spielorten in Zingst können Besucher dieses Festivals von Jazz bis Klassik alle Facetten der Klaviermusik genießen. Das Ziel des Festivals ist es die Vielseitigkeit dieses Instrumentes zu zeigen.

 

Unterkunft in Zingst

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